Georg Büttner's Bleistiftseiten
Die vergessenen Bleistiftfabriken
(F-M)
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J. H. FABER, Nürnberg
gegründet wurde die Firma im Jahre 1866. Aus dem Jahre 1906 ist die Anschrift
Eisenstraße
in Schweinau bekannt. In den Adressbüchern der Stadt Nürnberg aus den Jahren 1922 und
1932
wird die Anschrift mit "Koberger Str. 39/41" angegeben. Im Jahre 1932 wurde J.
H. Faber
von A. W. Faber-Castell, Stein übernommen und unter dem altem Namen weitergeführt. |
Rechnungskopf vom März 1940
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Kopf eines Rechnungsformuales, 1906 |
JOHANN FABER, Nürnberg
Johann trennte sich 1876 von seinem Bruder Lothar in Stein und errichtete 1879 in der
Nürnberger Schanzäckerstr. eine eigene Bleistiftfabrik, die 1884 von seinen beiden
Söhnen Carl und Ernst weitergeführt wurde. Um 1910 war diese Fabrik mit über 1.000
Arbeitern die größte Bleistiftfabrik in Deutsch1and. 1932 ging man eine Zusammarbeit mit
A.W.Faber-Castell, Stein und mit Koh-i-noor, Budweis ein. Im Jahre 1942 erfolgte die
Übernahme durch
A. W. Faber-Castell. |

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Reklamemarken, um 1910
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JOHANN CHR. GÖTZ, Stein
1891 ist die Firma des langjährigen Bürgermeisters (1900-19 und 1921-33) der Gemeinde
Stein,
Christian Götz, im Handels- und Gewerbeadressbuch verzeichnet. Allerdings erscheint sie
schon
in den "Erhebungen über Gewerbeverhältnisse in Bayern 1860-1885" unter der
Firmierung
M. P. Fürer, vorm. H. Götz, Bleistiftfabrik, Stein |
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Visitenkarte, um 1900
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J. W. GUTTKNECHT, Stein
Gegründet 1750 von Johann Andreas Guttknecht,
der aus Frankfurt nach Stein kam. Namensgeber
ist sein Enkel, Joh. Wilhelm Guttknecht, der die
Firma 1828 übernimmt und 1865 an die Kaufleute
Elßman und Haas verkauft. 1894 Zwangsversteige-
rung und Verkauf an die Kaufmannsleute Jakob,
Eckert und Betz. 1907 Verkauf an die Firma A. W.
Faber-Castell, der die Firma unter gleichem Namen
noch Jahrzehnte weiterführt. |
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M. HERRMANN, Nürnberg
Im Adressbuch von Nürnberg aus dem Jahre 1922 steht die
Firma als "Bleistift-Manufaktur" mit der Adresse
Bogenstr. 20. Die Abbildung rechts stammt aus einem
Briefumschlag von 1927 Möglicherweise betrieb H. nur
Handel, ohne selbst Hersteller zu sein. |
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M. HOLLERBUSCH, Fürth
In der Königswarter Str. 2 (heute Fürther Freiheit 2) residierte diese Bleistiftfabrik
des
Mayer Hollerbusch. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts taucht ein Lippmann Hollerbusch
als Inhaber auf. Weitere Unterlagen über diese Firma liegen nicht vor. |
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JOS. ILLFELDER, Fürth
Die VERA-Bleistiftfabrik wurde 1856 in Fürth von Daniel
Berolzheimer und Leopold Illfelder gegründet.
1882 wurde die
Familie Illfelder Alleininhaber. Die Firma ging im Jahre
1936 an Hans C. Schwarz über, dem Berliner Vertreter der Bleistiftfabrik KOH-I-NOOR
Hardmuth aus Budweis.
1937 übernahm Schwarz diese Niederlassung und führte sie
zusammen mit der VERA-Bleistiftfabrik als KOH-I-NOOR
Berlin GmbH weiter. Wann die Produktion in Fürth
eingestellt wurde, ist nicht bekannt. 1956 wurde die Firma in eine reine
Vertriebsgesellschat umgewandelt. |
 Postkartenausschnitt,
1932 |

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KGL. BAYER. BLEISTIFTMANUFAKTUR, Obernzell
In einer ehemaligen Schmelztigelfabrik der Nähe von Passau gründete der Bayerische Staat
1816 eine eigene Bleistiftfabrik. Damit sollte einerseits ein Gegengewicht zu den
ansonsten
in Franken beheimateten Bleistiftfabriken geschaffen werden und andererseits ein neues
Verfahren zur Graphitherstellung eingeführt werden, das die nordbayerischen Unternehmen
nicht anwenden wollten. Die spätere Privatisierung des Betriebes - der wegen vieler
Probleme
nie seine volle Kapazität erreichte - war vorgesehen und erfolgte 1820. Käufer wurde die
angesehene Regensburger Familie Rehbach. |
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KARL KNOBLOCH KG,
Steinigtwolmsdorf
Der holzverarbeitende Betrieb wurde um1930 im Ortsteil Ringenhain gegründet und firmierte
in DDR-Zeiten als "VEB Oberlausitzer Stielwerke". Nach 1945 begann man mit der
Fertigung
von Blei- und Farbstiften unter dem Markennamen "SAXONIA". Wie lange diese
Produktion bestand ist nicht bekannt. Vermutlich wurde die Produktion 1965 eingestellt und
danach bei der Firma Koh-i-Noor in Busweis zugekauft. SAXONIA wurde kurz nach 1990
abgewickelt.. |

Farbstiftschachtel, Pappe, um 1950 (?) |

kleine Auswahl SAXONIA-Stifte
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MICHAEL KOTT, Nürnberg
Diese Firma taucht nur in den "Erhebungen über Gewerbsverhältnisse in Bayern
1860-1885"
auf. Demnach bestand die Firma in Schweinau, beschäftigte 3 Arbeiter und
produzierte jährl.
ca 1.100 Gros Stifte, die hauptsächlich im Raum Nürnberg-Fürth verkauft wurden. |
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Rechnung, 1931
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JOH. FR. KRÄMER, Nürnberg
Die 1888 gegründete Bleistiftfabrik mit dem Markenzeichen der fliegenden Schwalbe stand
in der Austraße. Wie lange die Firma existierte ist nicht bekannt. |
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Etikett, undatiert
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J. L. LÄMMERMANN,
Nürnberg
die im Ortsteil Röthenbach bei Schweinau ansässige
SATURN-Bleistiftfabrik wurde 1858 gegründet.
Im Adressbuch der Stadt Nürnberg von 1936 wird die Adresse
mit Jägerstraße 4-6 angegeben. Über das weitere Bestehen der Firma ist nichts bekannt. |
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W. LEDGE, Nürnberg
Unter der Bezeichnung BAVARIA-Bleistiftfabrik bestand die 1866 gegründete Firma in der
Krelingstraße 47 im Nürnberger Norden. Bis 1972 (1976?) produzierte sie noch in einem
alten
Bauernhaus in der Elisenstr. 17 im Stadtteil Schweinau. |
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Rechnung, 1911
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M. MEINETSBERGER & CO, Nürnberg
Die SICHEL-Bleistift-Fabrik in der Markgrafenstraße im Nürnberger Ortsteil Schweinau
wurde 1864 gegründet ging 1937 in Konkurs. 1891 trug die Firma Mathäus M. noch den
Zusatz "vorm. J. G. Schmidtschneider WWe" und befand sich in der Steinbühler
Str. 13 |
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Briefkopf, 1927
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J. W. MÜLLER, Stein
1880 gründete Johann Wolfgang Müller in der Luitpoldstraße in Stein eine
Bleistiftfabrik,
der er die Bezeichnung LÖWEN-Bleistiftfabrik gab. Von seinen Söhnen Konrad und
Johann Adam (genannt Jean) wurde die Firma weitergeführt. Um 1925 übernahm man die Firma
Bock Wwe in Schweinau und verlegte deren Produktion
nach Stein. 1934 ging die Firma
J. W. Müller in Konkurs. Der Name LÖWEN-Bleistiftfabrik wurde an die Firma Guttknecht
verkauft, die damals allerdings schon zu A. W. Faber gehörte. (Quelle:
Dr. Julius Müller, Schwabach) |

neue Dampfmaschine, 1925
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Inhaber und Mitarbeiter, um 1925
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PAUL MÜLLER, Nürnberg
Diese Firma taucht nur in den "Erhebungen über Gewerbsverhältnisse in Bayern
1860-1885"
auf. Demnach bestand die Firma in Schweinau, beschäftigte 3 Arbeiter und
produzierte jährl.
ca 1.300 Gros Stifte, die hauptsächlich im Raum Nürnberg-Fürth verkauft wurden. |
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JOH. MULZERS SOHN, Nürnberg
In den "Erhebungen über Gewerbsverhältnisse in Bayern 1860-1885" ist diese
Firma unter
der genauen Bezeichnung JOHANN MULZERS SOHN, Inh. Paul Mulzer in Schweinau
aufgeführt. Es war bereits eine Dampfmaschine im Einsatz, 12 Personen wurden
beschäftigt.
Die Produktion wurde mit 10.000 Gros Stiften angegeben. Mehr ist über die Firma nicht
bekannt. |
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© Georg Büttner 05.01.2010 |