Georg Büttner's Bleistiftseiten
Die heute bestehenden Bleistiftfabriken
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Briefkopf, 1930
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LYRA-Bleistift-Fabrik,
Nürnberg
die älteste Bleistiftfabrik Nürnberg's wurde 1806 von Johann Froescheis gegründet, der
in einen
bereits bestehenden kleinen Handwerksbetrieb einheiratete. Sein Sohn Georg Andreas über-
nimmt den Betrieb 1848 und verlegt ihn an die Kleinweidenmühle, wo die Wasserkraft der
Pegnitz genutzt werden kann. 1868 wird die LYRA als erstes Warenzeichen für Bleistifte
einge-
tragen. 1878 erfolgt der Umzug an die Großweidenmühle. Karl Grasser tritt als Teilhaber
in die
Firma ein, später folgt ihm sein Sohn. 1927 übernimmt Dr. Wilhelm Koerper die Leitung
der
Firma, gründet 1932 ein Zweigwerk in Italien und gestaltet zusammen mit Friedel Blaul den
Wiederaufbau des Unternehmens nach dem II. Weltkrieg. 1984 tritt Werner Kring als
geschäftsführender Gesellschafter in die Firma ein. 1987 wurde der Standort Großweiden-
mühle nach über 130 Jahren aufgegeben und ein neues Werk in Nürnberg-Gebersdorf
errichtet.
Ein Zweigwerk besteht seit 1992 in Geußnitz bei Zeitz in Sachsen-Anhalt.
Seit August 2008 ist die LYRA-Bleistift-Fabrik ein Tochterunternehmen der italienischen
FILA-Gruppe (Fabbrica Italiana Lapis ed Affini S.p.A). Die Gruppe unterhält Werke in
Italien,
Frankreich, Mexiko und China und beschäftigt weltweit über 2.000 Mitarbeiter. www.fila.it

200 Jahre LYRA-Bleistift-Fabrik
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Rechnungsformular, 1932
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A.
W. Faber-Castell, Stein,
Kaspar Faber begann 1761 in Stein mit der handwerklichen Herstellung von Bleistiften.
1784 übernahm dessen Sohn, Anton Wilhelm Faber (A. W.) den Betrieb. Er konnte ihn aber
genausowenig ausbauen wie Georg Leonhard Faber, der 1810 die Leitung übernahm. Ein
Umschwung trat erst ein, als 1839 der erst 20-jährige Lothar Faber nach dem Tode seines
Vaters Georg Leonhard die Firma übernahm. Durch eine geschickte Geschäftspolitik führte
er
die Firma zu Weltruhm. Niederlassungen in allen wichtigen Handelsländern wurde
gegründet.
Sogar eine eigene Graphitmine in Sibirien sicherte den wichtigen Rohstoff für die
Bleistift-
herstellung. Die wichtigste Niederlassung gründete er 1849 in New York und übertrug die
Leitung seinem Bruder Eberhard, der sich aber 1861 von ihm trennte und eine eigene
Fabrikation begann. Auch sein Bruder Johann verließ die Firma in Stein und gründete in
Nürnberg seine eigene Fabrik, die zeitweise größer war als das Unternehmen in Stein.
Für
sein Wirken - nicht nur als Bleistiftfabrikant - wurder Lothar Faber 1889 zum erblichen
Reichs-
rat der Krone Bayerns ernannt. Nach Lothars Tod 1896 übernahm seine Witwe Freifrau
Ottilie
von Faber die Leitung des Betriebes. Sie übergab die Firma bald an Alexander Graf von
Faber-Castell und dessen Frau, die ebenfalls den Namen Ottilie trug. Sie war die Enkelin
von Lothar Faber und hatte Alexander zu Castell-Rüdenhausen 1896 geheiratet. 1926
über-
nimmt Roland Graf von Faber-Castell die Leitung der Firma, die 1928 in eine Familien-
Aktiengesellschaft umgewandelt wird. 1931 gründeten die Firmen Johann Faber,
A. W. Faber-Castell und Koh-i-Noor, Budweis eine gemeinsame Dachgesellschaft. Die
Zusammenarbeit wurde Ende 1935 beendet, indem Koh-i-Noor seine Anteile an der Johann
Faber AG. verkaufte. Die vollständige Übernahme der Firma Johann Faber durch
Faber-Castell erfolgte 1942. Seit 1977 steht Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell
an der Spitze des Unternehmens. 2010 wurde die Firma Eberhard Faber, Neumarkt übernommen,
die von
1978 bis 2009 zur Firma J. S. Staedtler gehörte. Damit sind nach über 130 Jahren wieder
alle
Faber-Firmen unter einem Dach vereint. |
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Ausschnitt Briefumschlag, 1923
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Ausschnitt Freistempelabdruck, 1962
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Eberhard Faber, Neumarkt/Opf
wurde 1922 als "Bleistiftfabrik Neumarkt" gegründet. Der heutige Firmennamen
taucht erst
im Februar 1930 auf. Firmengründer waren die Söhne von Eberhard Faber, der für
seinen Bruder Lothar die Vertretung der Firma A. W. Faber in den USA übernommen hatte
und die Geschicke des Unternehmens dort leitete. 1861 trennte er sich von dem Unternehmen
in Stein und errichtete eine eigene Fabrik in New York. Die Filiale in Neumarkt residierte
in der ehemaligen staatl. Remontenanstalt, die seit 1918 leer stand. 1972 wurde eine neue,
moderne Fabrik in Neumarkt eingeweiht. 1978 wurde die Firma von der
Unternehmensgruppe
J. S. Staedtler, Nürnberg übernommen. Ab 1. Janur 2010 wurde Eberhard Faber an
Faber-Castell in Stein verkauft und in eine reine Vertriebsgesellschaft umgewandelt. |
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Briefbogen, 1950
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J. S. Staedtler,
Nürnberg
Die Gründung der Firma erfolgte 1835 durch Johann Sebastian Staedtler, dessen Vorfahr
Friedrich Staedtler schon im 17. Jahrhundert als "Bleiweißsteftmacher" in
Nürnberg tätig war.
J. S. Staedtler gilt auch als der Erfinder der Farbstiftmine. Er übergab sein Geschäft
um 1856
an zwei seiner Söhne (Johann Georg und Johann Georg d. J.), während die beiden
anderen mit
seiner Unterstützung die Bleistiftfabrik W. Staedtler & Co in Nürnberg gründeten.
Bereits
vorher gründete sein Bruder Christoph Friedrich Staedtler zusammen mit seinem Vater die
Bleistiftfabrik Paul Staedtler & Sohn. Der letzte Staedtler im Unternehmen J. S.
Staedtler
war Jacob Abraham Staedtler, der den Betrtieb 1878 an Georg Reindel verkaufte. Schon 1880
wird Ludwig Kreutzer Gesellschafter und nach dem Austritt Reindels Alleininhaber.1886
nahm er seinen Bruder Hans Kreutzer als Teilhaber auf. 1911 wurde sein Sohn Rudolf
Teilhaber. 1912 übernahmen sie die Schwesterfirma W. Staedtler & Sohn. 1918 trat
Walter
Kreutzer und 1925 Dr. Karl Kreutzer als Teilhaber in die Firma ein, die ab 1937 zeitweise
als MARS-Füllhalter- und Bleistiftfabrik firmierte. Die 1950 gegründete Rudolf und Clara
Kreutzer Stiftung war bis 1996 Gesellschafter der Firma. Seit 1997 hat diese Aufgabe die
neu gegründete Staedtler-Stiftung übernommen |
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Rechnungsformular, 1948
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Jean Denecke,
Neunkirchen a. S.
wurde 1860 von Emil Mahla in Nürnberg gegründet und befand sich in der Hadermühle
Nr. 7.
1876 übernahm Jean Denecke den Betrieb und verlegte ihn um 1907 nach Hersbruck, wo er
fast 100 Jahre bestand. Anfang 2002 siedelte der Betrieb nach Neunkrichen a. S. um.
2011 kehrte die Firma wieder nach Hersbruck zurück. |
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Wappen aus Rechnungsformular, 1940
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H. C. Kurz, Nürnberg
als die 1855 gegründete Firma Großberger & Kurz schon
1865 an Gustav Adam Schwanhäußer verkauft wurde (der sie in
"Schwan-Bleistiftfabrik" umbenannte) gründete Hermann Christian Kurz 1882 seine
eigene Firma in Nürnberg, Kirchenweg 5. Nach den Zerstörungen im II. Weltkrieg, und dem
erfolgreichen Wiederaufbau kam das Aus für den Standort 1963 nach einem Großbrand. Bis
2006 bestand die Firma in kleinem Rahmen in Nürnberg,
Lange Zeile weiter, später in der Nimrodstraße.
Heute wird der Firmensitz mit Rosenheim angegeben |
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© Georg Büttner 26.10.2011 |