Diese Seite soll als kleines Nachschlagewerk für alle Fragen
rund
um den Bleistift dienen.
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Bleistift
Die falsche Bezeichnung entstand, als man im Mittelalter das in England gefundene Graphit
für Blei hielt.
Die richtige Bezeichnung ist eigentlich "Graphitstift"
Bleistiftmine
urspünglich bestand die Mine aus reinem Graphit, der aus Blöcken geschnitten wurde. Nach
der Erfindung
des Franzosen Conte und des Österreichers Hardmuth besteht die B. heute aus einer
Mischung aus Ton,
gemahlenem Graphit und Bindemitteln. Die B. werden bei ca 1200 Grad C in Öfen gebrannt
und dann in
einem Ölbad getränkt.
Cedernholz
Die Ceder ist in Afrika, Asien und Nordamerika beheimatet. Früher stammte das Cedernholz
für die
Bleistiftfertigung zum großen Teil aus Afrika und dem Libanon. Heute kommt es fast
ausschießlich aus
forstwirtschaftlich geführten Beständen in Kalifornien. Das weiche und fast astfreie
Cedernholz eignet
sich besonders für Blei- und Farbstifte, weil es auch gut spitzbar ist.
Dutzend
Mengeneinheit, die auch heute noch in der Bleistiftindustrie gebräuchlich ist: 1
Dutzend = 12 Stück
Farbstiftmine
Die F. besteht aus Farbpigmenten und aus fein gemahlenem Kaolin. Die Qualität der Mine
wird durch die
Feinheit des Mahlgutes und von der Güte der Pigmente bestimmt. Diese Minen werden nicht
gebrannt,
sondern in speziellen Öfen getrocknet. Zur Erzielung einer guten Gleitfähigkeit werden
auch die F. in Öl
getränkt.
Gleitfähigkeit
Um gute G. zu erzielen werden die gebrannten Bleistiftminen in heißes Öl getaucht.
Graphit
Daß es sich beim G. um einen kristallisierter Kohlenstoff handelt, entdeckte 1789 der
schwedische
Chemiker Carl Wilhelm Scheele. Erste Funde wurden im Mittelalter in der Region Cumberland
gemacht.
Die Bezeichung stammt von griechischen "grafein", das soviel wie
"schreiben" bedeutet. Das englische
Wort für Graphit lautet "plumpago" und bedeutet soviel wie "ähnlich dem
Blei", was sicher auch zu der
falschen Bezeichnung "Bleistift" führte. Graphitvorkommen in Deutschland z. B.
im Raum Passau.
Gros
Mengeneinheit, die auch heute noch in der Bleistiftindustrie gebräuchlich ist: 1 Gros =
12 Dutzend = 144 Stück
Härtegrade
durch das Mischungsverhältnis von Ton und Graphit lassen sich verschieden harte
Bleistiftminen fertigen.
Dabei wird die Mine mit größeren Tonanteil härter, mit größeren Graphitanteil
weicher. DieHärtegrad- bezeichnungen reichen von 8B bis 10H und stammen aus England. Das
B steht für black=weich, das H steht
für hard=hart und das F für fine=fein (mittlere Schreibstärke). Für einfache
Bleistifte gibt es alternativ oder
zusätzlich die Härtegradnummerierung von 1 bis 4.
Hobeln
aus den beiden zusammengepreßten Holzbrettchen mit den dazwischen eingeleimten Minen
werden die
Rohstifte in der endgültigen Form (rund, dreiflächig oder sechseckig) herausgehobelt.
Holz
zur Fertigung von Blei- und Farbstiften wurde früher fast nur Cedernholz verwendet. Heute
wird es immer
noch für hochwertige Stifte verwendet. Heute werden oft Ersatzhölzer verwendet, die in
der Nähe der
Produktionstätten vorkommen (Brasilien, Indonesien, Malaysia)
Kaolin
Neben Farbpigmenten Grundstoff für die Herstellung von Farbstiftminen. Vorkommen in
Deutschland
z. B. im Raum Amberg
Kopierstifte
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Kopierstift erfunden, dessen Mine
enthielt das neu
erfundene Methylviolett. War der Stift urspünglich wirklich zum kopieren erfunden worden,
diente er bis
zur Erfindung des Kugelschreibers in vielen Büros und Verwaltungen als einziger
dokumentenechter Stift.
Lackierung siehe Politur
Leimen
Zwischen 2 genutete Holzbrettchen wird die Blei- oder Farbmine eingelegt und verleimt.
Anschließend
wird dieses "Sandwich" gepreßt bis der Leim ausgehärtet ist.
Markenbezeichnung
alle Hersteller kennzeichnen Ihre Produkte neben dem Firmennamen mit mehr oder weniger
fantasievollen
Markennamen
Nuten
vorgefertige Holzbrettchen werden mit Nuten (=Rillen) versehen, die dem Durchmesser der
Minen
entsprechen
Politur
wenn Stifte nicht in naturbelassenem Zustand verkauft werden, werden sie mittels einer
Poliermaschine
mit mehreren Schichten farbiger Lacke versehen.
Stempelung
Blei- und Farbstifte der Markenhersteller erhalten immer eine Stempelung, zumindest mit
dem Firmennamen.
Die Stempelung erfolgt meist mittels Stahlstempel und farbiger Folie auf dem lackierten
Stift.
Tauchkappe
zur Ausstattung besonders der besseren Qualitäten gehört eine (farbige) Kappe am
Stiftende. Dazu wird
das Stiftende bis zu 2 cm tief in ein Tauchbad mit Farbe gehalten.
Ton
Zusammen mit Graphit einer der Grundstoffe für die Herstellung von Bleistiftminen.
Tonvorkommen in
Deutschland z. B. im Raum Klingenberg/Unterfranken
Zeder
siehe Ceder |