Früher
Von den handwerklichen Bleistiftmachern des 17. und anfangenden 18. Jahrhunderts haben
nur wenige den Sprung zur industriellen Fertigung geschafft und noch weniger haben die
beiden
Weltkriege überstanden. Im Nürnberger Adressbuch von 1922 sind 28 Bleistiftfabriken
aufgeführt, 1932 waren es immerhin noch 17.
Manche dieser Firmen beschäftigten sich nicht mit der Herstellung
von holzgefaßten Blei-
und Farbstiften im klassischen Sinne. Einige stellten nur Kreiden oder Pastellstifte (ohne
Holzmantel) her, andere produzierten nur die gerade aufgekommenen Patentstifte, d. h.
Dreh-
und Druckstifte aus Metall oder Kunststoff, für die Aufnahme von Blei- oder Farbminen.
Trotzdem nannten sich diese Hersteller oft "Bleistiftfabriken". Gern nannten
sich so auch
Firmen, die nur zugekaufte Waren verarbeiteten und mit der eigentlichen Herstellung nichts
zu tun hatten. Das gibt es auch heute noch. Den "vergessenen" Bleistiftfabriken
sind die folgenden Seiten gewidmet. Dabei sind auch zwei gescheiterte Versuche aus
jüngster Zeit,
neue Bleistiftfabriken in Deutschland zu etablieren.

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